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Ehrenamt

Unsere Gemeinde lebt vom Ehrenamt. In Vereinen und Verbänden, in den Feuerwehren, in den Kirchen, in der Kommunalpolitik und bei vielerlei Initiativen sind Bürger*Innen gemeinsam oder auch mal alleine aktiv. Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten wollen wir unterstützen und weiter ausbauen. Dabei geht es uns nicht nur um das übliche Lob bei „Sonntagsreden“. Wie könnte das konkret erreicht werden?

Da ist zunächst die Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen. Hier gibt es in der Gemeinde Söhlde großen Nachholbedarf. Neben der Unterstützung beim Antrag fehlt es an Vergünstigungen vor Ort (selbst bei der Gemeinde). Die Unterstützung durch Handel und Gewerbe fehlt noch. Das wollen wir besser machen. Beispiele in anderen Gemeinden des Landkreises gibt es genug. (https://www.landkreishildesheim.de/Leben-Lernen/Leben/Ehrenamt/Die-Ehrenamtskarte)

Gerade für Führungspositionen haben inzwischen viele Vereine und Verbände Schwierigkeiten Kandidaten zu finden. Unterstützung wird sicher gern angenommen. Wir werden unter Federführung der Gemeinde eine Plattform entwickeln, in der sich alle Vereine, Verbände und Initiativen austauschen und voneinander lernen können.

Zahlreiche Initiativen in den Ortschaften leisten sehr viel und gute Arbeit zur Verschönerung der Ortsbilder. Wir wollen alle diese Aktivitäten unterstützend begleiten und ausbauen. Natürlich ist das zunächst Aufgabe der Ortsräte. Das vorhandene Fachwissen in der Verwaltung soll dabei -auch jenseits von Fragen der Zuständigkeit- zur Verfügung stehen.

In der Gemeinde Söhlde gibt es eine sehr lebendige Sportszene: Tennis, Handball, Fußball, Tischtennis und Badminton wird auf hohem Niveau betrieben. Dabei spielen die Sportvereine eine große Rolle im sozialen Gefüge der Ortschaften. Wir wollen diese Vereine weiterhin ausreichend unterstützen. Mittelfristig wollen wir erreichen, dass für alle Beteiligten eine auskömmliche und gerechte Regelung zur Unterhaltung der Sportstätten gelingt (wichtig dabei: einheitliche Verträge!).

Infrastruktur

Wir setzen uns für eine bessere Erreichbarkeit der Ortschaften untereinander, der Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Verwaltung ein. Neben einer vernünftigen Instandhaltung der Straßen und Wege geht es uns um eine deutliche Verbesserung des Radwege-Netzes. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Ausbau der Radwege entlang der Bundes-, Landes,- und Kreis-Straßen langwierig ist und nicht vor Ort entschieden werden kann. Wir setzen uns dafür ein, Wege für den Radverkehr abseits der großen Straßen zu erschließen. Und das zusammen mit den jeweiligen Feldmark-Interessentenschaften, unterstützt vom ADFC. Einzelne Beispiele innerhalb der Gemeinde gibt es ja bereits.

Die Instandhaltung der Straßen und Wege erfolgt abgeleitet vom Straßenzustandskataster. Dieses Kataster muss in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Unser Ziel ist es, mit diesem Kataster der Verwaltung ein verbindliches Werkzeug zur Planung der Maßnahmen an die Hand zu geben. Entsprechend sind in der längerfristigen Planung ausreichende Finanzmittel über den Haushalt zur Verfügung zu stellen. Die Bürger*Innen werden nicht zusätzlich über Ausbaubeiträge belastet.

Der Öffentliche Nahverkehr innerhalb der Gemeinde und die Anbindung an den Bahnhof Hoheneggelsen ist im Vergleich zu anderen Gemeinden des Landkreises eher gut. Das Anruf-Linientaxi wird gerne angenommen und muss dringend erhalten bleiben, auch unter finanzieller Förderung der Gemeinde. Die lange überfällige Beteiligung an den Verkehrverbünden Braunschweig und Hannover durch den Landkreis fordern wir ausdrücklich, sehr wohl wissend, dass die Gemeinde Söhlde bei der Entscheidung nur Zaungast sein wird. Aber wir werden an geeigneter Stelle für einen beschleunigten Ausbau des Bahnhofs in Hoheneggelsen vorstellig werden.

Die Gemeinde Söhlde unterhält beziehungsweise unterstützt drei Bäder: Hallenbad in Söhlde, Freibäder in Söhlde und Nettlingen. Diese Bäder verursachen nicht unerhebliche Kosten für den Gemeindehaushalt. Alle Bäder werden auch für den Schwimmunterricht der Schulen genutzt, sie dienen letztlich der Gesundheit aller. Wir wollen folglich alle Bäder in jedem Fall erhalten. Für das Freibad in Söhlde stellen wir uns die Trägerschaft durch einen Förderverein vor, dem Beispiel in Nettlingen folgend. Der ja schon gegründete „Förderverein Hallen- und Freibad Söhlde“ könnte dafür eine gute Basis sein.

Zu einer leistungsfähigen Infrastruktur der Gemeinde gehören mehr als Straßen, Wege und Öffentlicher Nahverkehr. Aktuell ist die Diskussion um eine fortschreitende Digitalisierung in aller Munde. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind schnelle Internet-Verbindungen. Wir werden dafür sorgen, dass für alle Baugebiete der Ausbau mit Glasfaser zum Standard in der Gemeinde wird. Notfalls wird sich die Gemeinde an den Kosten beteiligen.

Bildung beginnt vor Ort: Krippe, Kindergarten, Grundschule und Hort sind Sache der Gemeinde. Zumindest was die räumliche und sachliche Ausstattung angeht. In der jüngsten Vergangenheit sind hier gravierende Fehler gemacht worden: für weitere mindestens zwei Jahre stehen nicht ausreichend Plätze für die Betreuung in Krippe, Kindergarten und Hort zur Verfügung. Wir setzen uns dafür ein, dass es jederzeit ein ausreichendes Angebot geben wird. Und das Näher dran. Kurze Beine, kurze Wege ist für uns keine Floskel. Kindertagesstätten gehören nah an die Grundschulen. Besonders Frauen haben es schon schwer genug, Beruf und Familie zu vereinbaren. Zusätzliche Wege sind dabei lästig.

Die Ausstattung der Grundschulen und deren baulicher Zustand liegen uns am Herzen. Bessere Internet-Verbindungen gibt es mit Glasfaser bereits, an der einen oder anderen Stelle mangelt es an zeitgemäßem Equipment. In näherer Zukunft werden alle Grundschulen zu Ganztags-Schulen. Wir wollen und müssen den Prozess dahin begleiten und für die notwendigen Anpassungen der Räume sorgen. Gleichzeitig gilt es, die dafür notwendigen Mittel gegenüber Bund und Land energisch einzufordern.

Bildung geht nach der Grundschule weiter. Mit der Oberschule in Söhlde haben wir vor Ort eine weiterführende Schule. Hier gilt es die gute Zusammenarbeit weiter zu pflegen. Auch und gerade im Zusammenhang mit der gemeindlichen Jugendarbeit. Das zarte Pflänzchen Jugendarbeit (halbe Stelle, befristet) muss ordentlich gedüngt werden. Wir werden eine unbefristete Vollzeit-Stelle

für eine(n) Jugendpfleger*in schaffen. Und weiter an der Schaffung eines Jugendtreffs arbeiten. Das wird ein(e) Jugendpfleger*in alleine nicht schaffen. Die Ausbildung einzelner Jugendlicher im Rahmen des Juleica-Programms wird ebenso dazu gehören wie ehrenamtliche Hilfe.

Moderne Verwaltung

Baulandentwicklung, Schulen, Kitas, Straßen, Radwege, Förderung der Dörfer usw., alles das klappt nicht ohne eine gut aufgestellte Verwaltung. „Gut aufgestellte Verwaltung“ meint unter anderem einen angenehmen Arbeitsplatz in einem neuen Rathaus und motivierende Führung in einem guten Team. Und dieses „gute Team“ wird dann auch gern für die Kunden -die Bürger*innen der Gemeinde Söhlde- da sein. Und das zu Öffnungszeiten, die den Ansprüchen der Menschen in der Gemeinde gerecht werden. Eine fortschreitende Digitalisierung wird dabei helfen. Unser Anliegen ist es, dieses „gute Team“ bei der Arbeit nach Kräften zu unterstützen.

Umgekehrt werden die Bürger*innen die Arbeit der Verwaltung sehr viel besser einschätzen und würdigen können, wenn die Abläufe, Entscheidungen und Zuständigkeiten klar und transparent sind. Da hilft ganz sicher zunächst ein -längst überfälliger- zeitgemäßer Internetauftritt. Aber auch über Informations-Bildschirme im Rathaus und Info-Terminals in jeder Ortschaft lohnt es sich nachzudenken.

Attraktive Gemeinde Söhlde

Die Menschen in Söhlde müssen sich hier wohlfühlen. Junge und ältere Menschen müssen gern hier bleiben wollen. Es muss reizvoll sein in die Gemeinde Söhlde umzuziehen.

Das alles wird aber nur funktionieren, wenn für alle Altersgruppen passende Wohnkonzepte angeboten werden. Für junge Familien werden das in erster Linie ausreichend Bauplätze sein. Die Preise für Ackerflächen schießen aktuell durch die Decke, auch weil Finanz-Investoren sich bedienen. Es macht also Sinn, auf Flächen im Eigentum der Gemeinde auszuweichen. Die seit Jahrzehnten nicht nachgefragten Gewerbeflächen in Hoheneggelsen wollen wir in Wohnbauland umwidmen. Neben anderen Vorteilen kann nur so eine Weiterentwicklung der Märkte dort ins Auge gefasst werden.

Daneben dürfen wir aber die Ortskerne mit dem alten Baubestand nicht vergessen. Wir werden das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ wieder aufleben lassen. Hier wird nicht nur der Erhalt der Bauten gefördert, der Charakter der Ortschaften als „Dörfer“ kann so erhalten werden. Wir wollen dem „Donut-Effekt“ (innen hohl, drumherum die Leckerei) entgegenwirken. Hier kann die „Innen-Entwicklung“ der Ortschaften helfen. Es gibt in jedem Ort ausreichend Flächen, die relativ preisgünstig zu Bauland zu machen sind. Straßen und Kanal sind ja schon vorhanden. Wir müssen und können damit auch dem zunehmenden „Flächenverbrauch“ außerhalb der Ortschaften entgegenwirken.

Neben dem Wohneigentum wollen wir den Bau von Mietwohnungen voranbringen. Dabei hat sich die Zusammenarbeit mit der KWG bewährt. Diese Zusammenarbeit wollen wir auch im Hinblick auf alternative Wohnkonzepte für Ältere vertiefen.

Die Attraktivität einer Gemeinde „auf dem flachen Lande“ wird auch an Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Apotheken und Arbeitsplätzen vor Ort gemessen. Einkaufsmöglichkeiten sind leider schon länger nicht mehr in jedem Ort verfügbar, hier werden in Zukunft mehr Lieferdienste oder mobile Verkaufsstellen helfen können. Größere Märkte gibt es in Hoheneggelsen und Söhlde. Auch die Versorgung mit Apotheken, Ärzten und Zahnärzten ist im Moment noch ausreichend. Das wird nicht so bleiben, wir müssen uns deshalb schon heute für morgen wappnen: alternative Konzepte für Arztpraxen müssen von der Gemeinde begleitet und falls nötig auch gefördert werden. Ein gesundes Mix an Industrie, Gewerbe und Dienstleistung sorgt für Arbeitsplätze und relativ konstante Einnahmen in der Gewerbesteuer. Damit das noch besser wird, ist die weitere Ansiedlung von Gewerbe notwendig. Wir wollen zusammen mit dem Landkreis und der HiReg analysieren, warum das in den letzten Jahren nicht gelungen ist.

Alle diese Ziele haben für alle Dörfer gleichermaßen Gültigkeit. Wir wollen die Entwicklung einer jeden einzelnen Ortschaft in ihren Stärken fördern.

Dabei wird uns ein Leitbild „Gemeinde Söhlde“ helfen. Zusammen mit den Bürger*innen wollen wir ein solches Konzept entwickeln. Damit fördern wir den Zusammenhalt in der Gemeinde. Zugleich schaffen wir die Voraussetzung, nicht unerhebliche Fördergelder aus verschiedenen Töpfen zu bekommen.